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Schon mal vom Serenaden-Fuchs gehört?

Robert Fuchs (1847-1927) In Wien bekannt unter dem Spitznamen Serenaden-Fuchs, gehörte Robert Fuchs zu den wichtigsten Kompositionslehrer seiner Zeit. Unter seinen Schülern waren Gustav Mahler, Hugo Wolf, Franz Schreker, Jean Sibelius und Wolfgang Korngold. Weniger bekannt ist der Österreicher heutzutage jedoch für seine eigenen Werke. Sein Schaffen zeugt jedoch von grösster Kunstfertigkeit. Seine Serenaden waren in Wien äusserst erfolgreich und gehörten lange zum Standardrepertoire der Wiener Philharmoniker. Auch Johannes Brahms lobte und förderte Fuchs zeitlebens. Trotzdem konnte sich sein Werk nicht langfristig durchsetzen. Einerseits hielt Fuchs auch nach Brahms‘ Tod, und als in Wien mit Mahler bereits ein viel progressiverer

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Der Dichter hinter „Der Tod und das Mädchen“

Wer steckt eigentlich hinter dem Gedicht „Der Tod und das Mädchen“, welches Schubert gleich zu zwei Meisterwerken inspirierte? DAS MÄDCHEN Vorüber, ach, vorüber! Geh, wilder Knochenmann! Ich bin noch jung, geh, Lieber! Und rühre mich nicht an. DER TOD Gib deine Hand, du schön und zart Gebilde! Bin Freund und komme nicht zu strafen. Sei gutes Muts! Ich bin nicht wild, Sollst sanft in meinen Armen schlafen! Dieses Gedicht, welches Schubert in seinem Kunstlied vertonte stammt von deutschen Dichter Matthias Claudius, welcher von 1740 – 1815 lebte. Er studierte Theologie und Jura, schaffte es jedoch nie zu einem Abschluss. Er

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Schubert – Quartett in d-Moll „Der Tod und das Mädchen

1824 schreibt Franz Schubert sein Quartett in d-Moll, welches 1826 in Wien uraufgeführt wurde. Im zweiten Satz zitiert Schubert sein Lied „Der Tod und das Mädchen“, welches er zum Gedicht von Matthias Claudius (1740-1815) schrieb. Unter dem Eindruck der menschlichen Stimme und der Empfindsamkeit des Liedes schaffte Schubert auf diese Weise eine neue Form der Kammermusik. Sein Malerfreund Moritz von Schwind meinte dazu, die neuen Streichquartette seien “von der Art, daß einem Melodie bleibt wie von Liedern, ganz Empfindung und ganz ausgesprochen.” Gleichsam als Gegengewicht zu dieser Entwicklung gibt Schubert dem Quartett beinahe sinfonische Grösse und Länge. Ein drittes Thema

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Schubert – Mein Traum

Eines der wichtigsten autobiografischen Werke, welches Schubert schrieb, ist „Der Traum“ von 1822. Dieses Gedicht legt auch die Hintergründe um das Quartett in d-Moll offen. Ich war ein Bruder vieler Brüder u. Schwestern. Unser Vater und unsere Mutter waren gut. Ich war allen mit tiefer Liebe zugetan. Einstmals führte uns der Vater zu einem Lustgelage. Da wurden die Brüder sehr fröhlich. Ich aber war traurig. Da trat mein Vater zu mir, und befahl mir, die köstlichen Speisen zu genießen. Ich aber konnte nicht, worüber mein Vater erzürnend mich aus seinem Angesicht verbannte. Ich wandte meine Schritte und mit einem Herzen

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Franz Schubert – Kammermusikreihe in den 20er Jahren

Franz Schubert – Kammermusikreihe in den 20er Jahren Die nächsten Blogbeiträge drehen sich um das zentrale Werk in den nächsten Konzerten der Jungen Zürcher Harmoniker: Das Quartett „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert (1797 – 1828). Schubert komponierte das faszinierende Werk gegen Ende seines kurzen Lebens, im Jahr 1824. „Ich fühle mich als den unglücklichsten, elendsten Menschen auf der Welt, jede Nacht, wenn ich schlafen geh, hoff ich, nicht mehr zu erwachen.“ Mit diesem Klageruf wandte sich Franz Schubert am 31. März 1824 an den Malerfreund Leopold Kuppelwieser. Nicht nur der grosse Misserfolg der drei Opern, welche er

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Willkommen!

14.02.2019 conductor Allgemein

Willkommen auf dem neuen JuZüHa History Blog! Hier erfahren Sie von unserem Dirigenten Jonas Bürgin viel Wissenswertes über das Repertoire des Solistenorchesters Junge Zürcher Harmoniker. In kurzen, informativen Texten möchten wir Ihnen einen Einblick geben in die musikgeschichtlichen Hintergründe der gespielten Werke und in das persönliche Leben der Komponisten! Folgen Sie uns, um spannende, traurige, lustige und unerhörte Geschichten zu hören, Musik neu zu entdecken und besser zu verstehen. Viel Spass beim Lesen!