Sturm und Drang: Hertels Fagottkonzert

Johann Hertel, Von Unbekannt – [1], Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7900304

Johann Hertel stammte aus einer alten Musikerfamilie. Sein Vater Johann Christian Hertel war ein berühmter Gambist am Hof von Eisenach. Dementsprechend erhielt Johann Wilhelm früh eine gute und fundierte Musikausbildung und begleitete seinen Vater schon in jungen Jahren am Cembalo. Allerdings zog er ein Jurastudium lange dem Musikerleben vor, bis er mit 17 Jahren ein Konzert von Phillip Emanuel Bach hörte und sich tief beeindruckt für ein Künstlerleben entschied. 1742 wurde er als Violinist und Cembalist an der Mecklenburger-Strelitzer Hofkappelle angestellt, später wurde er Hof- und Kapellkompositeur an der Mecklenburger-Schweriner Hofkapelle. Als Hofkomponist schrieb er eine grosse Anzahl an Solokonzerten, Sinfonien, Cembalosonaten, Liedern, Kantaten, Psalmen und Oratorien. Stilistisch lässt sich Hertel der deutschen Vorklassik zuordnen. Viele seiner Werke, so auch das Fagottkonzert, sind von der „Sturm und Drang“-Strömung beeinflusst; Dissonanzen, Akzente, Synkopen und rasche dynamische Wechsel erzeugen eine dramatische und hochemotionale Musik. Weder Entstehungszeit noch Datum einer Uraufführung des Konzertes in a-Moll sind bekannt.

 

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(Konzert für Fagott und Streicher in a-Moll, Johann Wilhelm Hertel (1727 – 1789))

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