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2018

Frühlicht – Februar 2018

Drei junge Komponisten, 17 junge Musikstudenten und ein aussergewöhnlicher Pianist. Dass Mozart bereits in den Kindesjahren Meisterwerke komponierte, ist bekannt. Wer aber kennt den jungen, polnischen Komponisten Karłowicz und wer weiss, dass Chopin sein berührendes und monumentales erstes Klavierkonzert mit nur 20 Jahren schrieb?

Aus fast drei Jahrhunderten spielen die Jungen Zürcher Harmoniker Werke von jungen Komponisten, die mit ihren Begabungen alle Normen sprengten. Die Ausgereiftheit der Kompositionen und die Vielfalt an verarbeiteten Emotionen faszinieren und berühren uns bis heute. Umso mehr, wenn diese Musik von ebenso jungen, begabten Künstlern gespielt wird.

Wolfgang A. Mozart, Divertimento für Streicher, D-Dur, KV 136
Frédéric Chopin, Klavierkonzert in e-Moll, Op. 11, Version für Klavier und
Streichquintett
Mieczysław Karłowicz, Streicherserenade, Op. 2

Solist: Rafael Rütti, Piano

2017

Idyll? – September 2017

Das Sommerprogramm der Jungen Zürcher Harmoniker dreht sich um drei Aspekte des Idylls. In der Mitte steht das Frühwerk von Janáček mit dem gleichnamigen Titel „Idyll“. Die sieben Sätze dieses Werkes sind grösstenteils geprägt von einer Leichtigkeit und Zufriedenheit eines jungen Komponisten, welcher gemeinsam mit seinem Freund Antonin Dvořák lange Wanderungen in der böhmischen Landschaft unternahm.

Camille Saint-Saëns, Prélude zu Le Déluge, Op. 45
Leoš Janáček, Idyll für Streichorchester, JW 6/3
Georgi Zlatev-Cherkin, Sevdana für Violine und Streicher
Edvard Grieg, Streichquartett g-Moll, Op. 27 (Arr. Richard Tognetti)

Solisten: Aleksandar Ivanov, Nora Peterhans, Hani Song, Gioia Steiner (Violinen), Samuel Mittag (Viola), Tatjana Kobza (Cello)

2017

Florestan und Eusebius – Februar 2017

Florestan, der Stürmische und Extrovertierte; Eusebius, der Elegische und Besinnliche. Nicht nur die Person Schumanns, der Erfinder dieser beiden Fantasiegestalten, ist geprägt von dieser Dualität, sondern auch die Musik lebt von jenem elementaren Grundkonflikt. Der daraus entstehende Dialog findet seine strengste Form in der barocken Fuge. Mozarts Beschäftigung mit den Fugen Bachs stellt eine Krise und eine Revolution in seinem Schaffen dar. Als Produkt entstand seine spannungsgeladene Fuge in c-Moll, deren Kontrastreichtum durch die konduktartige Einleitung weiter verschärft wird.

Wolfgang Amadeus Mozart, Adagio und Fuge in c-Moll, KV 546
Robert Schumann, Cellokonzert in a-Moll, op. 129
Antonín Dvořák, Notturno, op. 40
Ludwig van Beethoven, Streichquartett Nr. 11 in f-Moll, op. 95, in einer Streichorchesterfassung von G. Mahler

Solistin: Chiara Enderle, Cello

2016

Schattenspiele – September/Oktober 2016

Schostakowitsch ist in Verzweiflung ob der Diagnose einer schweren Rückenmarkserkrankung und komponiert sein eigenes autobiografisches Requiem. Smit findet mit der Verknüpfung von jazzigen Klängen und der Bitonalität eine eigene, unverkennbare Tonsprache, bevor er 1943 im Konzentrationslager hingerichtet wird. Und Schubert schreibt mit vierzehn Jahren eine dramatische Ouvertüre, die sich wie ein schmerzhafter Abschied von der Kindheit anhört. Drei sich ergänzende und zugleich kontrastierende Werke, die ihre Schatten auf das von Bruch vertonte jüdische Gebet Kol Nidrei werfen und gleichzeitig davon beleuchtet werden.

Franz Schubert, Ouvertüre in c-Moll, D. 8
Leo Smit, Konzert für Viola und Streichorchester
Max Bruch, Kol Nidrei für Viola und Streichorchester, op. 47
Dimitri Schostakowitsch, Kammersinfonie, op. 110a

Solist: Nicolas Corti, Bratsche

2016

Miniaturen – März/April 2016

Das neue Programm der Jungen Zürcher Harmoniker präsentiert Meisterwerke von Jean Sibelius bis Robert Fuchs und gibt diesen kunstvollen Miniaturen Raum zur Entfaltung. Die Miniaturen ergreifen uns durch ihre Schlichtheit, Eleganz und Ehrlichkeit. Im Mittelpunkt stehen sechs großartige Schubertlieder, welche der ProArgovia Artist 2014/15 Moritz Roelcke mit seinem klangfarbenreichen und emotionalen Klarinettenspiel in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

Johann und Josef Strauss, Pizzicato-Polka für Streichorchester
Franz Schubert, Arr.: von Fabian Müller, 6 Lied-Transkriptionen für Klarinette und Streichorchester
Jean Sibelius, Impromptu für Streichorchester
Robert Fuchs, Serenade Nr. 3 in E-moll für Streichorchester, op. 21

Solist: Moritz Roelcke, Klarinette

2015

Premiére – Mai 2015

Première nennt sich das Konzertprogramm der Jungen Zürcher Harmoniker und führt zunächst von Sibelius’ sehnsüchtigen Klängen des Nordens zu Sarasates temperamentvollen Zigeunerweisen. Danach steht die Streicherserenade des weltbekannten Komponisten Tschaikowsky dem Erstlingswerk des damals jungen und talentierten Carl Nielsen gegenüber.

Jean Sibelius, Romanze in C op. 42
Pablo de Sarasate, Zigeunerweisen op. 20
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Walzer und Élégie aus der Serenade für Streichorchester op. 48
Carl Nielsen, Kleine Suite op. 1

Solistin: Hani Song, Violine