Monthly Archives: Februar 2019

Schubert – Quartett in d-Moll „Der Tod und das Mädchen

1824 schreibt Franz Schubert sein Quartett in d-Moll, welches 1826 in Wien uraufgeführt wurde. Im zweiten Satz zitiert Schubert sein Lied „Der Tod und das Mädchen“, welches er zum Gedicht von Matthias Claudius (1740-1815) schrieb. Unter dem Eindruck der menschlichen Stimme und der Empfindsamkeit des Liedes schaffte Schubert auf diese Weise eine neue Form der Kammermusik. Sein Malerfreund Moritz von Schwind meinte dazu, die neuen Streichquartette seien “von der Art, daß einem Melodie bleibt wie von Liedern, ganz Empfindung und ganz ausgesprochen.” Gleichsam als Gegengewicht zu dieser Entwicklung gibt Schubert dem Quartett beinahe sinfonische Grösse und Länge. Ein drittes Thema

read more

Schubert – Mein Traum

Eines der wichtigsten autobiografischen Werke, welches Schubert schrieb, ist „Der Traum“ von 1822. Dieses Gedicht legt auch die Hintergründe um das Quartett in d-Moll offen. Ich war ein Bruder vieler Brüder u. Schwestern. Unser Vater und unsere Mutter waren gut. Ich war allen mit tiefer Liebe zugetan. Einstmals führte uns der Vater zu einem Lustgelage. Da wurden die Brüder sehr fröhlich. Ich aber war traurig. Da trat mein Vater zu mir, und befahl mir, die köstlichen Speisen zu genießen. Ich aber konnte nicht, worüber mein Vater erzürnend mich aus seinem Angesicht verbannte. Ich wandte meine Schritte und mit einem Herzen

read more

Franz Schubert – Kammermusikreihe in den 20er Jahren

Franz Schubert – Kammermusikreihe in den 20er Jahren Die nächsten Blogbeiträge drehen sich um das zentrale Werk in den nächsten Konzerten der Jungen Zürcher Harmoniker: Das Quartett „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert (1797 – 1828). Schubert komponierte das faszinierende Werk gegen Ende seines kurzen Lebens, im Jahr 1824. „Ich fühle mich als den unglücklichsten, elendsten Menschen auf der Welt, jede Nacht, wenn ich schlafen geh, hoff ich, nicht mehr zu erwachen.“ Mit diesem Klageruf wandte sich Franz Schubert am 31. März 1824 an den Malerfreund Leopold Kuppelwieser. Nicht nur der grosse Misserfolg der drei Opern, welche er

read more

Willkommen!

14.02.2019 conductor Allgemein

Willkommen auf dem neuen JuZüHa History Blog! Hier erfahren Sie von unserem Dirigenten Jonas Bürgin viel Wissenswertes über das Repertoire des Solistenorchesters Junge Zürcher Harmoniker. In kurzen, informativen Texten möchten wir Ihnen einen Einblick geben in die musikgeschichtlichen Hintergründe der gespielten Werke und in das persönliche Leben der Komponisten! Folgen Sie uns, um spannende, traurige, lustige und unerhörte Geschichten zu hören, Musik neu zu entdecken und besser zu verstehen. Viel Spass beim Lesen!